Prominente im Gespräch
Veranstaltungszeit
Montag, 12. Oktober 2026
Beginn: 18:00 Uhr
Ende: - kein Angabe -
Informationen
Als lebenserfahrener Ostdeutscher macht sich Ministerpräsident a.D. Matthias Platzeck die Antwort nicht leicht.
Ja - manches ist anders, vielleicht schon immer; manch Wichtiges wurde aus den Augen verloren; manch Erhaltenswertes kam abhanden und wird schmerzlich vermisst.
Als Diplomingenieur wollte er den Dingen schon immer auf den Grund gehen. Die Analyse der Situation steht am Anfang, Perspektiven aufzuzeigen ist der nächste Schritt. Aber vor allem ist Matthias Platzeck wichtig, Lösungsversuche gemeinsam zu diskutieren und selbst mit anzupacken.
In einer Regierungserklärung als Ministerpräsident des Landes Brandenburg sagte er 2004: „Eine starke, aktive und intakte Bürgergesellschaft engagierter Menschen ist zugleich die beste und sicherste Versicherung gegen jede Form von Extremismus.“ Derzeit aber kommen, so sein Eindruck, extrem einfache Antworten, die keinerlei Lösung des Problems anbieten, extrem gut an.
Innerhalb der Reihe „Prominente im Gespräch“ konnte Initiator Harald Seidel 2011 den Sozialdemokraten und Ministerpräsidenten für die Vorstellung seines Buches „Zukunft braucht Herkunft“ gewinnen. Platzecks damaliges Resümee: „Im 21. Jahrhundert werden uns Demokratie und Einheit nur gelingen, wenn wir gemeinsam den Bürgergeist des ostdeutschen Aufbruchs von 1989 neu entdecken“.
Wir laden Sie ein darüber zu diskutieren, was seither nicht gut lief, welche neuen Herausforderungen dazu kamen , wo Gelungenes sichtbar ist und woran wir arbeiten müssen.
Zur Person
Matthias Platzeck wurde 1953 geboren. Er studierte biomedizinische Kybernetik an der TU Ilmenau und engagierte sich schon in der DDR trotz aller Risiken aktiv für den Umweltschutz sowie für den Erhalt der historischen Altstadt Potsdams. Im Frühjahr 1988 gründete er gemeinsam mit anderen die Bürgerinitiative „ARGUS“, gehörte im November 1989 zu den Gründern der Grünen Liga und war in der ostdeutschen Demokratiebewegung aktiv. Er war 1989/90 Teilnehmer am „Zentralen Runden Tisch“ in Berlin, Minister im Übergangskabinett Modrow und anschließend Abgeordneter der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR, Landtagsabgeordneter, Umweltminister von Brandenburg, Oberbürgermeister von Potsdam und von 2002 bis 2013 Ministerpräsident des Landes Brandenburg.
Medien gaben Matthias Platzeck in seiner Funktion als brandenburgischer Umweltminister während der Oderflut 1997 achtungsvoll den Beinamen „Deichgraf“. Sein anpackendes und bürgernahes Auftreten machte ihn damals deutschlandweit bekannt. Wie kaum ein anderer Politiker hat er in den vergangenen 37 Jahren das Zusammenwachsen zweier sich ehemals gegenüberstehender deutscher Staaten miterlebt und geprägt.
Die Reihe „Prominente im Gespräch“ liegt in der Verantwortung von Heike Taubert und Wolfgang Seifert. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung , Landesbüro Thüringen unter Leitung von Mirko Hempel, statt.
Preis: - kein Preis angegeben -
Link: - kein Link vorhanden -
Veranstalter
Prominente im Gespräch


